Waldmensch Öff!Öff! hat eine neue Waldfee

oeffoeff1.jpgErste Waldfee gefunden! 20.5.2007

 

Am 11. April trat eine zauberhafte junge Idealistin in mein Leben, mit der ich mich am 15. April auf alternative, schenkergemäße Weise „verheiratet“ habe: Nicht im ausschließlichen Sinne, daß nicht noch andere Waldfeen in unser „Integratives Partnerschafts-Geflecht“ mit hineinkommen könnten, aber im Sinne „Wahrer Liebe“ (daß unsere persönliche und geschlechtliche Liebe im Dienst der Heilung der Welt, der Wahrheit und Liebe stehen soll, statt ‚Tellerrand-Beziehung‘ und ‚Bio-Egoismus’…), und im Sinne „Doppelter Treue“ (daß erstens alle am Beziehungsgeflecht Beteiligten den höchsten Idealen – aus unserer Sicht den Schenker-Idealen – treu sind, und zweitens auch allen anderen am Beziehungsgeflecht Beteiligten treu sind, im Sinne von „existentiellem Füreinander-Einstehen“ statt Konkurrenz-Gehacke…)…

 

Bemerkenswert finde ich es, daß von den ca. 60 Frauen, die sich in den letzten Wochen im Rahmen der von Medien ja bundesweit verbreiteten „Waldmensch sucht Waldfee(n)-Suche“ gemeldet haben, und an die ich nur den Maßstab „ehrlichen Denkens“ gestellt habe, bis auf Iris (und 2 weitere Kontakte, die vielleicht noch entwicklungsfähig sind…) alle anderen ‚Kandidatinnen‘ nach meinem Ermessen sich als klar untauglich erwiesen… Rein „persönliche“ Partnerschafts- und (bürgerliche) ‚Nestbau‘-Interessen (statt gemeinsamem idealistischem Weg…) scheinen leider fast alle Frauen maßgeblich zu bestimmen…

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Nun möchte ich, Iris Coucochine – mit Aussteigername „Iri“ -, etwas über mich sagen: Ich bin 22 Jahre, komme aus einem konservativen, gutbürgerlichen Elternhaus in Süddeutschland. Ich bin medizinisch-technische Laboratoriumsassistentin, hatte mich aber schon, als ich auf Stellensuche war, für alternative Lebensweisen interessiert, bin irgendwann auf Öff!Öff!und Schenkerbewegung aufmerksam geworden und habe schließlich Öfi in Biotopia besucht….

Die traditionelle Kleinfamilie, in der ich aufwuchs, hatte ich schon immer als bedrückend und „falsch“ empfunden und interessierte mich daher seit meiner Jugend für Feminismus, für das Recht jedes Menschen auf freie individuelle Entfaltung und überhaupt für Menschen (Vorbilder), die es wagten, anders zu leben, als die Gesellschaft es von uns allen verlangt, – und für andere Beziehungs- und Gesellschaftsmodelle (wie z.B. „offene Beziehungen“, was ich mit Öfi ja nun in Form der „Integrativen Partnerschaft“ verwirklichen möchte)…

Wenn ich jetzt vorhabe, als Schenkerin zu leben, wozu ich im Laufe des nächsten halben Jahres mein Leben umstellen werde, will ich natürlich auch entsprechende inhaltliche Schwerpunkte setzen. Neben dem Einsatz für die allgemeinen Schenkerideale möchte ich besonders betonen:

  • Gleichberechtigung zwischen Männern und Frauen ohne Rollenzwänge (seien es pseudobiologische oder kulturelle)…

  • Das Streben nach der ‚großen inneren Selbstbefreiung‘ und das Abschütteln aller falschen (nicht moralisch notwendigen) Hemmungen – sei es durch Konventionen, Gewohnheiten, Gesetze, wirtschaftlichen Druck oder falsche, fremdbestimmende innere Motive…..

  • Den Mut, radikale – z.T. noch für „menschenunwürdig“ gehaltene – Lösungen für eine gerechte bessere Welt zuzulassen — und dabei auch die Frage zu stellen „Was ist eigentlich unwürdiges Leben?“ (Bsp. Recht auf aktive Sterbehilfe, oder mit allen Mitteln versuchen, ein „unwürdiges?“ Leben zu erhalten) Siehe auch mein Schenker-Motto:„Save the planet – kill yourself! — or change radically!“

  • Die Achtung des Menschen auch vor anderen Arten (Tieren, Pflanzen….) als äußerst wertvollen anderen Organen desselben Weltorganismus, ohne die dieser Organismus wohl nicht existieren könnte…

Ich hoffe, dass mein Waldfeen-Dasein Schenkerbewegung bereichern wird, u.a. weil ich einige auch von Öfi abweichende Akzente setzen will, wodurch das Erscheinungsbild von Schenkerbewegung deutlicher werden dürfte:

  • Statt des Eindrucks, daß Schenkerbewegung enggeführt wäre auf eine Person und deren Einzelkonsequenzen (‚Öff-Extremismus im Wald’…), will ich wieder verdeutlichen, dass es um die Suche nach einem „Kleinsten Nötigen Einigungsnenner für globale Verantwortlichkeit“ gehen soll, und dass dabei sehr viele verschiedene Einzel-Vorstellungen, -Konzepte und -Umsetzungsversuche nebeneinander möglich sind…

  • So will ich, was die Survival-Lebensform im Biotopiaprojekt angeht – wo man Versorgung durch Reste, Geschenke und insbesondere Natur demonstrieren will – nicht soweit gehen, wie Öfi, wo von den Haaren bis zu den Füßen die extrem einfache Selbstversorgung erkennbar ist, sondern zeigen, dass es auch andere konsequente Erscheinungsarten für Aussteiger geben kann. Ich werde also ein etwas normaleres, vielleicht auch verspielteres Erscheinungsbild anstreben, ohne dabei von der Resteverwertung abzukommen.

  • Ich möchte die idealistische und gesellschaftliche Dimension von Schenker-Bewegung wieder mehr in den Vordergrund rücken gegenüber persönlich-familiären Aspekten… “Das Persönliche ist das Politische”, soll weiterhin eins unserer Leitmotive sein, aber zukünftig lieber anders von den Medien präsentiert, als bisher in manchen Klatschmitteilungen der Boulevardpresse…

 

 

Öfi und Iri

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